Filmabend (K)einen Ton sagen, 25. März 2026
Ergreifender Filmabend mit „(K)einen Ton sagen“ von Georg Lembergh
Ein besonders intensiver und bewegender Filmabend fand mit der Vorführung von „(K)einen Ton sagen“ des Filmemachers Georg Lembergh statt. Der Dokumentarfilm beleuchtet die Geschichten von vier Menschen aus Nord- und Südtirol, die den Mut aufbringen, über erlebten sexuellen Missbrauch zu sprechen – im Sport, in der Kirche und im privaten Umfeld.
Der Film macht eindrucksvoll sichtbar, wie tief Traumata, Scham und Sprachlosigkeit das Leben der Betroffenen prägen können. Gleichzeitig zeigt er aber auch die Stärke, Würde und den langen Weg der Selbstermächtigung, auf dem sich die Protagonist:innen befinden.
Eine besondere Bedeutung erhielt der Abend durch die Anwesenheit von Manuela Kamper, die im Film offen über den Missbrauch durch Dekan Josef Patscheider spricht. Ihre persönliche Präsenz verlieh den gezeigten Inhalten zusätzliche Tiefe und Unmittelbarkeit. Ebenfalls vor Ort war ihre „Filmschwester“ Damaris aus Südtirol.
Im Anschluss an die Vorführung fand ein Gespräch mit dem Regisseur, den Protagonistinnen sowie Expert:innen statt. Die Diskussion war geprägt von großer Offenheit, Respekt und Anteilnahme. Viele Wortmeldungen aus dem Publikum zeigten, wie sehr die Geschichten berührten und zum Nachdenken anregten.
Der Abend machte deutlich, wie wichtig es ist, Betroffenen eine Stimme zu geben und Räume für Austausch und Aufarbeitung zu schaffen. Ein eindringlicher Film und eine bewegende Diskussion, die noch lange nachwirken werden.
Fotonachweis: Markus Ocvirk













